Mitte Mai 2023 erreichten uns bei PETA Deutschland schockierende Bilder aus einer Anbindehaltung. Am Betrieb außen hängt ein „Schwarzwaldmilch“-Schild – das bedeutet, dass das Unternehmen Schwarzwaldmilch Milch aus tierquälerischer, tierschutzwidriger Anbindehaltung bezieht. Wir haben die Geschäftsleitung daraufhin kontaktiert, doch eine Reaktion blieb bisher aus.
Tierschutzwidrige Anbindehaltung in Schwarzwaldmilch-Betrieb
Im Mai wurden uns via Whistleblower-Meldung Bilder zugespielt. Diese zeigen angekettete, extrem verdreckte Kühe in einem sehr schmutzigen, alten und maroden Stall. Der Liegebereich scheint nicht an die Größe der durch die Zucht mittlerweile viel größeren Tiere angepasst. Die Folge: Die Tiere liegen mit der unteren Körperhälfte auf dem Kotgitter – für die Kühe ist das wegen ihres Euters sehr schmerzhaft. Wenn die Tiere stehen, stehen sie mit den Klauen auf den Kotgittern, was zusätzliche Schmerzen verursachen kann und das Risiko für Klauenerkrankungen enorm erhöht. Einige der Kühe haben durch Anbindevorrichtungen Einschnürungen am Hals.
Auf einem der Bilder ist ein Schild zu sehen, das an dem Betrieb hängt: „Wir erzeugen unsere Milch für Schwarzwaldmilch.“

Strafanzeige: PETA informierte Schwarzwaldmilch-Geschäftsleitung – Reaktion blieb aus
Wir haben daher einen Brief an den Geschäftsführer von Schwarzwaldmilch geschrieben, ihn über die tierquälerische Haltung in dem Betrieb informiert und ihn aufgefordert, Milch aus Anbindehaltung komplett aus dem Sortiment auszulisten – doch bisher erhielten wir keine Antwort.
Zudem haben wir am 5. Juni 2023 Strafanzeige gegen den verantwortlichen Landwirt wegen der tierquälerischen Haltungsform erstattet.
„Für Schwarzwaldmilch steht offensichtlich nicht das Tierwohl, sondern der Profit an erster Stelle, ansonsten würde das Unternehmen Milch aus dieser grausamen Haltungsform längst nicht mehr vermarkten. Anbindehaltung – ob ganzjährig oder saisonal als Kombinationshaltung – ist körperliche und auch seelische Folter und muss abgeschafft werden. Anstelle eines geförderten Tierhaltungs-Umbaus in ebenso tierquälerische Laufstallhaltungen brauchen wir zukunftsorientierte Landwirtschaftsformen, zu denen die Anbindehaltung, die Laufstallhaltung und die Tierhaltung im Allgemeinen mit Sicherheit nicht zählen. Sowohl der Handel als auch die Politik und die Molkereien sind hier in der Verantwortung, erste Schritte hin zur rein pflanzlichen Agrar- und Ernährungswende endlich einzuleiten.“
Scarlett Treml, Fachreferentin für Tiere in der Agrarindustrie bei PETA Deutschland
Anbindehaltung ist Tierquälerei und muss verboten werden
Wir fordern von der württembergischen sowie von der bayerischen Landesregierung, Anbindehaltung – egal in welcher Form – sofort zu verbieten. Die Regierungen stehen in der Verantwortung, Landwirt:innen mit Ausstiegshilfen zu unterstützen.
So helfen Sie, das Leid der Tiere in der Milchindustrie zu beenden
Da Kühe in der Milchindustrie systematisch ausgebeutet werden, können Verbraucher:innen mit der Entscheidung für pflanzliche Milchalternativen dazu beitragen, das Leid von Kühen, Ziegen, Schafen und anderen Tieren in dieser ausbeuterischen Industrie zu beenden.
Unterschreiben Sie unsere Petition, um die tierschutzwidrige Anbindehaltung bundesweit zu verbieten.
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